Naturprodukte und Gerüche



Getreide, Nadelbaum, Rose
Der herrlich würzige Duft von Heu, der erdige Geruch eines Laubwalds im Herbst, das frische Aroma einer geschälten Orange - all dies sind Gerüche der Natur, die einfach dazu gehören und die wir nicht missen wollen. Auch unsere Produkte stammen aus der Natur und haben deshalb einen gewissen Eigengeruch. Dies ist völlig normal und gehört zu einem Naturprodukt genauso dazu, wie beispielsweise Zimtgeruch zur Weihnachtsbäckerei.

Gerüche sind jedoch etwas sehr Individuelles - was der Eine als angenehm empfindet, stinkt dem Anderen buchstäblich. Das gilt nicht nur für Parfüm, sondern beispielsweise auch für eine mit Schafschurwolle befüllte Bettdecke oder einen Schurwoll-Handweb-Teppich. Der eine Kunde beschwert sich über einen unerträglichen Geruch nach Schaf, der andere Kunde freut sich über den herrlich natürlichen, leichten Duft nach unbehandelter Wolle. Deshalb möchten wir Ihnen im Folgenden ein paar Tipps geben, was Sie gegen störende Gerüche unternehmen können.

Gerüche bei Steppwaren


Unsere hochwertigen Steppwaren sind mit ausgesuchten Naturmaterialien befüllt, die möglichst schonend behandelt wurden, um die natürlichen Eigenschaften der Faser zu erhalten. Deshalb haben unsere Steppwaren selbstverständlich auch einen leichten Eigengeruch nach "Natur". Baumwolle beispielsweise riecht sogar von Anbaugebiet zu Anbaugebiet etwas unterschiedlich, wie uns ein Fachmann mitgeteilt hat. Unsere Kunden bewerten und beschreiben diese natürlichen Gerüche vollkommen unterschiedlich, wie man auch den Produktbewertungen zu unseren Steppwaren entnehmen kann.

Meist ist dieser Geruch kaum wahrnehmbar, an manchen Tagen vertieft sich der Eigengeruch jedoch aufgrund von bestimmten Wetterlagen - auch an schwülen Sommertagen lässt sich das feststellen. Durch einfaches Lüften lässt sich das Problem beheben.

Federn und Daunen


Auch Federn und Daunen haben einen gewissen Eigengeruch, der besonders im feuchten Zustand auftritt und von einigen Kunden als sehr unangenehm beschrieben wird. Wir haben hierzu umfangreiche Recherchen durchgeführt und auch selbst Waschtests durchgeführt. Um diesen eigentümlichen Geruch zu vermeiden, hilft nur das richtige Waschen und Trocknen der Daunenbettwaren. Sollten Ihre Daunenbettwaren nach der Wäsche also unangenehm riechen, müssen sie nochmals in die Wäsche. Bitte befolgen Sie dabei unbedingt diese Waschtipps oder geben Sie Ihre Daunen-Steppwaren in professionelle Hände, also in die Wäscherei oder in eine spezielle Bettfedern-Reinigung.

  • Unsere Steppwaren mit Daunen und Federn sind selbstverständlich waschbar. Für ein befriedigendes Waschergebnis muss die Bettware aber genügend Platz in der Waschmaschinen-Trommel haben, damit sie gut von der Waschmittellauge umspült wird. Dies ist erfahrungsgemäß gerade bei Bettdecken auch bei einer Waschmaschine mit 7kg-Trommel ein Problem - die Trommel ist einfach zu klein dafür, obwohl das maximale Füllgewicht natürlich mit den leichten Daunen und Federn nicht annähernd erreicht wird. Das gleiche gilt auch für den Wäschetrockner. Deswegen empfehlen wir Ihnen, Ihre Daunenbettdecken in einem Waschsalon zu waschen und zu trocknen. In der Regel haben die Geräte dort 10kg Fassungsvermögen - Platz genug für Ihre Daunendecke.

  • Für die Wäsche empfehlen wir die Verwendung eines Feinwaschmittels oder eines speziellen Waschmittels für Daunen und Federn. Bitte ein schonendes Waschprogramm mit viel Wasser wählen - Feinwasch- oder Wollprogramm - und bei höchstens 60C waschen. Aus Gründen der schonenden Pflege empfehlen wir 40C. Ein Extra-Spülgang entfernt auch die letzten Reste des Waschmittels. Das Waschprogramm muss mit einem Schleudergang enden.

  • Entscheidend bei Bettwaren mit Daunen und Federn ist die ausreichende Trocknung. Denn wenn Daunen-Steppwaren nach der Wäsche nicht vollständig durchgetrocknet werden, kann daraus eben dieser typische, von manchen als ausgesprochen unangenehm empfundene Geruch resultieren. Daunen-Bettwaren müssen im Wäschetrockner getrocknet werden. Es ist dabei wichtig, mindestens 2 Trocknergänge durchzuführen und das Kissen während der Trocknung immer wieder aufzuschütteln, um feuchte Daunennester zu trennen. Das Kissen muss nach der Wäsche absolut trocken sein. Wie schon erwähnt sollten Sie Daunen-Bettdecken möglichst nicht im Haushalts-Wäschetrockner trocknen. Die Trommel bietet einfach nicht genug Platz für das voluminöse Material. Hierfür ist mindestens ein 10kg-Wäschetrockner nötig - z.B. in einem Waschsalon.

  • Manche Trockner melden das Ende des Trocken-Vorgangs mit einem akustischen Signal. Wenn die Sensoren, die sich im Trockner befinden durch das Abtasten der Außenhülle des Inletts merken, dass das Gewebe getrocknet ist, heißt das aber noch lange nicht, dass auch die Füllung durchgetrocknet ist. Die Daunen-Bettwaren müssen unbedingt noch einmal "nachgetrocknet" bzw. sogar "übertrocknet" werden. Um den Sensor zu "überlisten", können Sie beispielsweise ein feuchtes Handtuch zusammen mit den Bettwaren in den Trockner geben und den Trockner dann nochmals starten. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, denn den Federn macht Hitze nichts aus. Im Laufe des Produktionsprozesses werden sie bei über 100 Grad getrocknet und desinfiziert. Bettwaren, die einen zwei- bzw. dreimaligen Trocknungsvorgang durchlaufen haben, haben keinen muffigen Geruch nach dem Waschen, sondern sind frisch und weisen eine sehr gute Bauschkraft auf. Beachten Sie dazu aber bitte unbedingt auch die Bedienungsanleitung Ihres Wäschetrockners.

Latexgeruch bei Matratzen


Kunden stellen gelegentlich bei unseren Naturlatex-Matratzen eine Art "Gummigeruch" fest. Dieser typische Eigengeruch bei Naturlatex entsteht laut Fachleuten durch Zersetzungsprodukte der in der Latexmilch enthaltenen Eiweißstoffe, ist also völlig natürlich und auch nicht gefährlich. Es handelt sich hier keinesfalls - wie von manchen Kunden befürchtet - um chemisch bedenkliche Ausdünstungen, wie z.B. durch Lösungsmittel oder organische Treibmittel (FCKW).

Manche geruchsempfindliche Personen empfinden ihn dennoch als unangenehm. Diesen Menschen raten wir, die Matratze zunächst nicht ins Schlafzimmer zu legen, sondern ausgepackt und am besten ohne Bezug an einem anderen, wettergeschützten Ort (Garage, Carport, Keller, Abstellraum oder unbenutztes Gästezimmer) 1 bis 2 Tage auslüften zu lassen. Denn der Geruch kann aus der Folienverpackung nicht entweichen und sammelt sich während dem Transport quasi in der Matratzen-Verpackung - beim Auspacken wirkt er deshalb eher penetrant.

Menschen mit einer MCS-Erkrankung sind erfahrungsgemäß außerordentlich anfällig gegen Gerüche. Wir empfehlen für diesen Personenkreis deshalb unsere (nahezu geruchlosen) Bio-Kaltschaum-Matratzen mit waschbarer Bezugsvariante. Am besten geeignet ist unser Hygiene-Bezug mit einer Versteppung aus Lyocell - einer Zellulosefaser, die ebenfalls kaum Eigengeruch vorweist.

Neumöbel-Geruch


Auch ein hochwertiges Massivholz-Möbelstück mit biologischer Oberfläche riecht "neu" - das ist leider unvermeidbar. Dieser Geruch wird durch die Freisetzung geringster Konzentrationen verschiedenster flüchtiger Stoffe aus den verwendeten Hölzern, dem Leim und der Oberflächen-Behandlung erzeugt und verfliegt nach einer gewissen Zeit völlig. Manche Menschen empfinden diesen völlig unbedenklichen Geruch als unangenehm und störend. Hier ein paar Tipps, wie sie das Abklingen erheblich beschleunigen können:

  • Lüften Sie gründlich durch! Stoßlüften oder Querlüften ist die beste Art der Fensterlüftung - öffnen Sie mehrmals täglich Ihre Fenster für wenige Minuten ganz. Öffnen Sie währenddessen die Türen und Schubladen Ihres neuen Möbels. So ergibt sich ganz automatisch ein schnelles Abdunsten der geruchsbildenden Stoffe.

  • Schon unsere Großmütter haben schlechte Gerüche mit einfachen Hausmitteln beseitigt. Dazu stellen Sie über Nacht auf jeden Einlegeboden eine flache Schale mit Milch oder Kaffeepulver. Am nächsten Tag müsste der Geruch deutlich nachgelassen haben. Bitte die verwendeten Lebensmittel danach entsorgen, sie sind nicht mehr genießbar!

  • Auch das Abwischen mit Essigwasser hat sich bewährt. Dazu wird haushaltsüblicher Speiseessig im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt (Essigessenz muss 1:10 mit Wasser verdünnt werden). Evtl. zur besseren Benetzung einen kleinen Spritzer Geschirrspülmittel untermischen. Mit dieser Lösung wird ein Baumwolltuch befeuchtet und das gesamte Schrankinnere einschließlich der Einlegeböden nebelfeucht (nicht nass!) abgewischt. Schließen Sie dann den Schrank und lassen Sie den Essig über Nacht wirken. Am nächsten Tag den Schrank bei geöffneter Tür gründlich auslüften, um den Essiggeruch zu vertreiben.

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