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Was sind Scheuertouren?

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum manche Stoff-Sofas schnell durchgewetzt sind und andere - trotz intensiver, jahrelanger Benutzung - unverwüstlich scheinen? Das liegt an der Qualität des Bezugstoffs. Diese "Strapazierfähigkeit", "Scheuerbeständigkeit" oder "Abriebfestigkeit" wird in Scheuertouren angegegeben. Scheuertouren sind eine offizielle Maßeinheit - wie Meter oder Kilogramm.

Prüfmethoden

Die am häufigsten verwendete Methode, um die Strapazierfähigkeit von Bezugstoffen zu bestimmen, ist die nach dem Erfinder benannte Martindale-Methode. Dieses standardisierte Testverfahren stellt die natürliche Abnutzung eines Stoffes - z. B. eines Sitzbezugs - nach, indem der Teststoff mit einer vorgegebenen Gewichtsbelastung gegen ein Normgewebe gerieben wird. Hierfür gelten mehrere Prüfnormen, z. B. die Europa-Norm DIN EN ISO 12947.

Die dabei gewonnenen Ergebnisse ergänzen die Fachleute durch ihre praktischen Erfahrungen mit dem Verschleiß, dem ein Stoff bei verschiedenen Verwendungen normalerweise ausgesetzt ist. Als "Scheuertouren" gelten hierbei die Umdrehungen, die erforderlich sind, bis das geprüfte Gewebe eine optische Beschädigung aufweist.

Scheuertouren und Nutzbarkeit

Möbelstoffe sollten bei weicher Polsterung folgende Strapazierfähigkeit aufweisen:
  • Min. 10.000 Scheuertouren: Private Haushalte bei weniger Gebrauch
  • Min. 15.000 Scheuertouren: Private Haushalte bei regelmäßigem Gebrauch
  • Min. 20.000 Scheuertouren: Öffentliche Umgebung bei regelmäßigem Gebrauch
  • Min. 30.000 Scheuertouren: Öffentliche Umgebung bei intensivem Gebrauch

Hierbei gilt zu beachten, dass ein Stoff, der auf einer weichen Polsterung bezogen ist Abnutzung besser widersteht als derselbe Stoff, wenn er auf einer harten Polsterung angebracht ist.


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