Baumwolle ist nicht gleich Baumwolle!



Baumwolle, ein Rohstoff der wahrlich unter die Haut geht!


Baumwolle ist nicht gleich Baumwolle! Viele Menschen machen sich leider keine Gedanken, woraus Ihre Kleidung, Bettwäsche etc. gefertigt ist, andere überlegen sehr genau was sie einkaufen. Diese Personen gehen auf Nummer sicher und wählen Organic Cotton/kbA, denn diese Baumwolle enthält keine Chemiedünger oder Pestizide und führt keine Bilanz mit moderner Sklaverei durch Kinderarbeit. Achten Sie daher bei Produkten aus Baumwolle darauf, dass diese nicht aus konventionellem sondern aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
allnatura klärt auf:


Baumwolle aus konventionellem Anbau


Baumwoll-Ernte   Baumwolle stammt aus den Tropen und Subtropen, denn Baumwoll-Pflanzen brauchen viel Sonne und Wasser. Jedoch wird Baumwolle inzwischen meist in Trockengebieten angebaut und muss dort künstlich bewässert werden. Durch den Anbau von konventioneller Baumwolle in großflächigen Monokulturen fehlt den Menschen in diesen Gebieten Trinkwasser und die Böden versalzen mit der Zeit. Aber damit nicht genug: die intensive Bewirtschaftung der großflächigen Monokulturen birgt dramatische Folgen für Mensch und Natur.

So kommt es zu einer enormen Anfälligkeit gegen Schädlinge und Krankheiten verbreiten sich. Das Saatgut der konventionellen Baumwolle ist zudem oft genmanipuliert. Darüber hinaus ist dieser Anbau durch seine intensive Anwendung von Schädlings-Bekämpfungsmitteln und chemischen Entlaubungsmitteln bekannt. Etwa 16% der weltweit verbrauchten Pestizidmengen werden jedes Jahr beim Anbau von konventionell angebauter Baumwolle eingesetzt. Bei der Herstellung dieser Unmengen an Pestiziden und Kunstdüngern werden große Mengen an fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle verbraucht. Dies setzt viel Kohlendioxid frei, was ja bekanntlich den Treibhaus-Effekt verstärkt. Die intensive Belastung durch Pestizide hinterlässt vergiftetes Grundwasser. Diese toxikologisch kritischen Pestizid-Rückstände selbst belasten nicht nur die Baumwollfasern und das fertige Textil, sondern machen auch die Baumwoll-Bauern und ihre Familien krank, die auf den Feldern arbeiten. Der Einsatz dieser schädlichen Chemikalien betrifft aber nicht nur die Landwirtschaft, in jeder Produktionsstufe wird in der Regel mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Giften gearbeitet. Schwer wiegende umweltbelastende Folgen und soziale Misstände zählen somit in die Bilanz des konventionellen Baumwollanbaus.


Katastrophale Bedingungen für Mensch und Natur


Die sozialen als auch ökologischen Bedingungen beim konventionellen Baumwollanbau sind in vielen Entwicklungsländern überaus schlecht:

  • Die sehr niedrigen Löhne unterhalb von Mindestlöhnen reichen den Arbeitern nicht zum (Über-)Leben.
  • Oft werden die Löhne verspätet oder auch gar nicht ausgezahlt.
  • Moderne Sklaverei, wie Schuldknechtschaft und Kinderarbeit wird betrieben.
  • Diskriminierung von Frauen durch Kündigung aufgrund einer Schwangerschaft ist weit verbreitet.
  • Oft müssen Frauen 80 Stunden und mehr pro Woche arbeiten.
  • Maßgeblich fehlt den Beschäftigten, die nur saisonal angestellt sind, die soziale Absicherung.
  • Überhöhter Verbrauch von Grundwasser und Oberflächengewässern ist an der Tagesordnung.
  • Erschreckender Pestizideinsatz führt zu Resistenzbildungen, Gefährdung der Biodiversität und Vergiftung von Boden, Wasser und Luft.
  • 16% aller weltweit produzierten Pestizide werden im Baumwollanbau eingesetzt.
  • Diese werden oft ohne Haut- und Atemschutz versprüht, was mitunter auch schwere Vergiftungen und Todesfälle zur Folge hat.


Baumwolle aus kontrolliert ökologischem Anbau (kbA)


Der kbA-Baumwoll-Anbau, auch unter Organic Cotton/kbA bekannt, soll den natürlichen Kreislauf und das biologische Gleichgewicht erhalten. Es handelt sich hier um Baumwolle aus konsequent kontrolliert biologischem Anbau. Diese wird nach Standards der ökologischen Landwirtschaft angebaut und von unabhängigen Instituten zertifiziert. Durch den Einsatz von Mischkultur und Fruchtfolge sind Kunstdünger, Entlaubungsmittel und synthetische Agrarchemikalien, wie Pestizide absolut tabu. So kann von Hand geerntet werden, ohne dass Krankheiten oder Tod lauern. Durch den Verzicht auf künstliche Dünger und Pestizide bleibt auch unserer Atmosphäre einiges erspart, denn der kontrolliert biologische Anbau verursacht weniger Kohlendioxid. Zudem wird die Abhängigkeit von weltweiten Chemiekonzernen drastisch eingeschränkt.

Mischkulturen bieten Bodenlebewesen Lebensraum. Diese produzieren Humus, der wie Dünger wirkt, dadurch werden dem Boden natürliche Nährstoffe verabreicht. Mischkulturen erhalten also die Biodiversität. Die Böden speichern dadurch deutlich besser Wasser und sind äußerst widerstandsfähig bei Klimaveränderungen. Regenbewässerung kommt beim kontrolliert biologischen Anbau primär zum Einsatz. Zwar lässt sich künstliche Bewässerung auch hier nicht immer vermeiden, aber es wird großen Wert auf ein effizientes Bewässerungssystem gelegt. Da Baumwolle aus kontrolliert ökologischem Anbau hauptsächlich im Wechsel mit Nahrungsmitteln angebaut wird, sind diese Produkte auch für den Menschen gesünder. Farmer bekommen die Zertifizierung "kbA" nur dann, wenn mindestens 3 Jahre lang nicht mit synthetischen Agrarchemikalien bebaut wurde. Anschließend erfolgen jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte.

Bei der kbA-Baumwolle handelt es sich also um ein ganzheitliches System über sämtliche Produktionsstufen hinweg. Von der Gesundheit der Natur, Tiere und Menschen bis hin zur Unterstützung gerechter Strukturen, da hier Verantwortung einen wesentlich höheren Stellenwert als Ertrags-Maximierung hat. Ziel der Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) ist es, Schadstoffbelastungen für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten und auch bei der Weiterverarbeitung und Herstellung des Endprodukts keine umweltschädlichen Hilfsmittel und Verfahren einzusetzen. Organic Cotton/kbA ist deshalb die zur Zeit aus ökologischer Sicht beste Qualität - 100% ökologisch korrekt!

Logo GOTS Logo IVN - Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft Zwei Labels zertifizieren den ökologischen und sozialen Zustand in den weiteren Verarbeitungs-Stufen des kbA-Baumwollanbaus. So sind hier IVN BEST und GOTS zu nennen. Manche unserer Artikel weisen ein solches Zertifikat auf, jedoch ist dies mit erheblichem bürokratischen Aufwand verbunden und somit verzichten einige unserer Steppwaren-Lieferanten auf eine solche Zertifizierung.


Fazit


Die mangelnde Kenntnis der Konsumenten über die wirklichen Zustände in den Baumwoll-Anbaugebieten in Verbindung mit einem raffiniert vermarkteten Phantasie-Siegel führen den Endverbraucher ganz bewusst in die Irre. Sie schaffen das Bild einer heilen Welt, welche es beim konventionellen Baumwollanbau nie geben wird, denn kaum ein Mensch würde es in einem geschlossenen Raum mit den giftigen Mitteln, welche dort zum Einsatz kommen, aushalten.

Aber warum betten wir uns dann nachts in eine Decke aus diesem Anbau oder kleiden unsere Kleinen mit belasteter Baumwolle? Achten Sie deshalb kritisch darauf, dass die Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau stammt, denn Baumwolle ist nicht gleich Baumwolle und entspricht nicht immer Ihren sozialen und ökologischen Anforderungen an eine Textilie. Auch bei der Verarbeitung sollten keine chemischen Hilfsmittel eingesetzt werden. Nur so erhalten Sie qualitativ hochwertige Baumwoll-Produkte, an denen Sie lange Freude haben werden.

Bei allnatura können Sie daher mit Organic Cotton/kbA oder 100% Bio-Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau sicher sein - für ökonomische, ökologische und soziale Gerechtigkeit!


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