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Bettdecken aus Kunstfasern

Bettdecken aus Kunstfasern - willst Du unter Plastik schlafen?

Bettdecken aus Kunstfasern sind oft preiswert. Im Endeffekt zahlen wir aber durch Gesundheits- und Umweltschäden einen wesentlich höheren Preis. Was wir uns und der Umwelt mit Kunstfasern antun, erfahren Sie in diesem Klartext.

Was sind Kunstfasern und was sind die bekanntesten?

Kunstfasern werden durch Änderung der Ausgangsstoffe, den Herstellungsprozess und bestimmte Nachbehandlungen je nach Bedarf konstruiert. So haben diese Fasern dann exakt die gewünschten Eigenschaften. Weltweit werden heute bereits mehr Chemiefasern als Baumwolle produziert.

Zu den bekanntesten Chemiefasern gehören Mikrofasern, Elasthan, Gore-Tex, Fasern aus Polyester, Polyamid, Polypropylen und PVC. Die beliebten Fleece-Stoffe entstehen durch eine Weiterentwicklung von Polyesterfasern. Der flauschige Flor entsteht durch das Aufschneiden der hauchfeinen Schlingen der Massenware.

Aus welchen Rohstoffen entstehen Chemiefasern?

Raffinerie

Aus Erdöl beispielsweise wird in diversen Umwandlungsprozessen eine sehr zähflüssige Masse hergestellt. Diese wird durch feine Düsen gepresst und so entstehen die Kunstfasern, die dann weiterverwendet werden können. Diese Polyesterfasern sind weltweit die wichtigsten Kunstfasern und aus ihnen entstehen fast zwei Drittel aller Chemiefaserprodukte.

Hier die Aufstellung der möglichen Rohstoffe:

  • Erdöl
  • Kohle
  • Erdgas
  • Recycelte PET-Flaschen

Welche Nachteile haben Chemiefasern?

  • Die Gewinnung aus nicht nachwachsenden Rohstoffen ist bedenklich
  • Für die schnelle und günstige Massenproduktion werden aus Kostengründen hauptsächlich unfair gehandelte und umweltschädliche Rohstoffe verwendet
  • Beim Waschen von Textilien aus Kunstfaser (ganz besonders Fleece) gelangen Fussel ins Abwasser und landen als Mikroplastikmüll in den Meeren
  • Oft werben Textilhersteller mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme. Dadurch fühlt sich der Stoff allerdings rasch unangenehm feucht an
  • Hohe elektrostatische Aufladung

60% der weltweit verwendeten Fasern sind synthetische Chemiefasern. Das bedeutet, dass wir eine Menge erdölbasierter Kleidung und Bettdecken verwenden. Auch die Beimischung von Naturfasern ist keine Lösung - diese Mischung ist nicht abbaubar, nicht kompostierbar und keinesfalls problemlos zu recyceln.

Welche Alternativen gibt es?

Je naturbelassener und natürlicher die Stoffe und je kürzer die Transportwege sind, desto nachhaltiger sind die Materialien. Am nachhaltigsten sind pflanzliche Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und tierische Fasern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT).

Mögliche Alternativen:

  • Samenfasern, z.B. Baumwolle, Kapok
  • Bastfasern, z.B. Bambus, Hanf, Jute, Leinen, Hanf
  • Hartfasern, z.B. Sisal und Kokos
  • Seide, z.B. Maulbeer und Tussah

Das allnatura-Fazit

Grundsätzlich sollten wir uns und der Umwelt zuliebe immer für Naturfasern statt Chemiefasern entscheiden. Naturfasern sind nachhaltiger und mit weniger Chemikalien hergestellt. Erdöl, Kohle und Erdgas sind nicht nachwachsende Rohstoffe. Hier sollten die natürlichen Ressourcen geschont und auf diese Stoffe nach Möglichkeit verzichtet werden. Stoffe aus recycelten PET-Flaschen sind hier natürlich etwas sinnvoller, da die natürlichen Ressourcen bereits im Umlauf sind. Aber seien wir mal ehrlich - möchten wir wirklich unter Plastikmüll schlafen!?

lädt

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