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Schadstoff-Informationen:

Silber gehört zu den Edelmetallen. Es wirkt in feinster Form (z. B. als sogenanntes Nanosilber) antibakteriell und wird deshalb seit einiger Zeit sinnvoll in der Medizin, beispielsweise in der Wundversorgung, eingesetzt.

Leider wird der Einsatz von Silberpartikeln wegen der bioziden Eigenschaften auch in Gegenständen des täglichen Bedarfs zum Trend. Von Textilien über Kosmetika bis hin zu Lebensmittel-Verpackungen und Wandfarben - überall wird werbewirksam Silber beigemischt. Die Risiken für Mensch und Umwelt sind aber noch weitgehend ungeklärt.

Vorkommen

Silberpartikel wie Nanosilber findet man unter anderem in folgenden Produkten:
  • In Kosmetika als Konservierungsmittel
  • In Alltagsgegenständen wie z.B. Kühlschränken oder Computertastaturen
  • In Bekleidung (z.B. Socken und Funktionsunterwäsche)
  • In Bettwaren (z.B. Matratzenbezügen und Bettwäsche)
  • In speziellen Textilien für Neurodermitis-Patienten
  • In Medizinprodukten, wie z.B. Wundauflagen oder auch künstlichen Gelenken

Gefahren für Mensch und Umwelt

Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu ein Drittel des angewendeten Nanosilbers letztendlich über das Abwasser in die Umwelt gelangt - beispielsweise beim Waschen silberbeschichteter Kleidung. Die Auswirkungen sind kaum erforscht. Eine Schädigung der Organismen, die in den biologischen Stufen der Kläranlagen für die Aufbereitung des Wassers zuständig sind, ist nicht ausgeschlossen. Problematisch könnte auch die Anreicherung von Silberionen im Klärschlamm sein, der ja als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt wird - die Bodenorganismen könnten geschädigt werden. Mit einer Anreicherung des Silbers in der Nahrungskette ist ebenfalls zu rechnen.

Nanosilber kann vom Organismus aufgenommen werden, weil es sehr klein ist - es ist also bioverfügbar. Es lagert sich in den Zellen ab und kann sich dort über die Jahre anreichern. Die gesundheitsschädigende Wirkung ist jedoch schwer einzuschätzen. Problematisch für den Menschen ist vor allem der Einsatz von Nanosilber "im Gießkannen-Prinzip". Denn nachgewiesenermaßen können Bakterienstämme auch gegen Silber resistent werden. Es wird auch von Kreuzresistenzen mit Antibiotika berichtet. Je öfter dieses Mittel also eingesetzt wird, desto schneller wird auch diese neue Waffe gegen Bakterien stumpf.

allnatura-Empfehlungen:

Wir von allnatura verzichten bewusst auf den Einsatz von silberbeschichteten Geweben. Gerade in Textilien macht der Einsatz von Nanosilber unserer Ansicht nach überhaupt keinen Sinn. Denn die Partikel waschen sich aus und belasten dann die Kläranlagen.

Den oben beschriebenen, potentiellen Gefahren für Mensch und Umwelt steht aus unserer Sicht kein sinnvoller Nutzen gegenüber. Auch wenn der Einsatz in der Medizin bei bestimmten Indikationen sinnvoll ist, ist im normalen Alltag der Gebrauch eines solchen bioziden Mittels nicht notwendig. Es ist auch zu bedenken, dass Silber nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheiden kann und somit auch die für unseren Körper so wichtigen, "guten" Bakterien (z.B. auf der Haut und im Darm) angreift. Wir finden, auch beim Einsatz von Nanosilber gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr.

Hier gibt Ihnen allnatura einige hilfreiche Tipps:

  • Achten Sie beim Einkauf grundsätzlich auf Produkte ohne Nano-Silber. Sie brauchen beispielsweise keinen silberbeschichteten Kühlschrank, einfaches Auswischen z.B. mit Essigwasser reicht vollkommen. Auch auf Kosmetika mit Silber sollten Sie verzichten, denn Nanosilber kann die Hautbarriere passieren und damit in Ihren Körper eindringen.
  • Wählen Sie Bettwaren aus schadstoffgeprüften Naturmaterialien ohne Silber-Schnickschnack oder sonstigen Beschichtungen und Zusätze. Naturfasern regenerieren ausgezeichnet durch Lüften. Wenn Sie Hausstaub-Allergiker sind oder aus anderen Gründen Ihr Bettzeug regelmäßig waschen müssen, wählen Sie waschbare Materialien wie z.B. Hanf, Baumwolle oder Lyocell/Tencel. Diese Maßnahmen reichen für ein hygienisches Schlafumfeld völlig aus.
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