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Schadstoff-Informationen:
Kresole (auch als Hydroxytoluole bzw. Methylphenole bekannt) bilden eine Stoffgruppe aromatischer, einfach methylierter Phenole. Hierzu gehören auch 4-Chlor-3-methylphenol und 2,6-Dimethylphenol.
Vorkommen
Kresole und deren Derivate (z.B. Xylenole) sind in der Natur weit verbreitet. Man findet sie als Metaboliten in verschiedenen Mikroorganismen sowie im Urin von Säugetieren, im Steinkohlen- und Buchenholzteer.
Kresole wirken als Bakterizid, Insektizid und Fungizid. Sie sind deshalb vielfach Bestandteil von Desinfektionsmitteln wie zum Beispiel Sagrotan. Kresol findet als Fungizid in der Landwirtschaft Anwendung. Geringe Mengen genügen, um Getreide 60 Tage lang bei einer normalen Lagertemperatur frei von Pilzbefall zu halten.
Gesundheitsgefahren
Anzeichen einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Husten- und Brechreiz, Appetitverlust sowie Schlaflosigkeit. Eine Aufnahme über die Haut durch Resorption erfolgt sehr schnell. Akute Vergiftungen mit Nierenschäden, Krämpfen, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung können die Folge sein.
Vergiftungserscheinungen treten beim Menschen ab etwa 3 g auf, ab etwa 10 g besteht die Möglichkeit eines tödlichen Schocks. |
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