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Schadstoff-Informationen:
Lindan, chemisch als Hexachlorcyclohexan (HCH) bezeichnet, ist ein neurotoxisch wirkendes Insektizid. Es gehört zur Gruppe der Organochlor-Pestizide und wird seit 1950 in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Medizin (hier zur Bekämpfung von Läusen und Milben) eingesetzt.
Vorkommen
- Bei mit Lindan als Holzschutzmittel behandelten Holzoberflächen, z. B. Balken, Böden, Fenstern
- Bei vielen behandelten Möbeln oder Textilien aus Leder, z. B. Sitzgarnituren, Schuhen, Lederbekleidung
- Bei behandelten Textilien aus Naturmaterialien wie Wolle, Kokos, z. B. für Kleidung, Teppichen, wenn der Rohstoff aus konventioneller Fertigung stammt
- Bei vielen Farben, Lacken
Gesundheitsgefahren
Bei akuter Vergiftung kann es zu neurologischen Störungen kommen:
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen
- Schwäche, Zittern
- Atemstörung, Krämpfe
Bei chronischer Aufnahme kann es zu folgenden Symptomen kommen:
- Anämie
- Schleimhautreizung
- Leberschäden
Lindan ist sehr langlebig und reichert sich über die Nahrungskette an. Es zählt daher zu den besonders gesundheits- und umweltschädigenden Stoffen.
Ihre Verwendung soll bis 2007 in der EU eingestellt werden. Als Nachfolgeprodukt werden Pyrethroide eingesetzt. |
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